Rechthaberei

23. September 2010 um 7:03 Uhr von ur

Ich hatte gestern zwei Wandrerinnen weggescheucht, die mir auf einem abseitigen Weglein nachgekommen waren, weil sie fälschlicherweise glaubten, auch ich würde zum Albrunpass gehen wollen. Ich sagte ihnen, von oberhalb des steilen Hanges gäbe es kaum einen Weg in die Richtung, die sie zu gehen wünschten. Dem war dann zwar so, und doch scheint mir ihr Drängen im Nachhinein vernünftiger und richtig: wären sie mir wortlos den ganzen Weg gefolgt, hätten sie, herumblickend auf dem Gandhorn, vom Binntal mehr gesehen als auf der Tagesroute Richtung Albrun. Hätten sie bloss nicht gefragt!

Figures, Doubles, Prismes

10. September 2010 um 9:56 Uhr von ur

Gestern am Radio live vom 5. September 2010 aus Luzern Pierre Boulez mit dem Lucerne Festival Academy Orchestra: Figures, Doubles, Prismes (1957/1963/1968). Helle Begeisterung bei mir gegenüber dieser Aufführung (wie auch gegenüber der nachfolgend gespielten Sechsten Symphonie Gustav Mahlers). Heute Morgen schaute ich bei meinen eigenen Einschätzungen von musikalischen Werken des 20. Jahrhunderts nach http://www.ueliraz.ch/neuemusik/werkkritik-1.htm und stellte fest, dass ich dieses Werk vor vier bis fünf Jahren offenbar nicht besonders hoch einschätzte, insbesondere fällt auf, dass verschiedene Passagen nicht einfach als unterschiedliche begriffen wurden, sondern in ihrer Qualität voneinander abgesetzt. Ich habe also die alte Aufnahme nochmals durchgehört, auch diese von Boulez dirigiert, im März 1985 mit dem BBC Symphony Orchestra. Mit Ausnahme der Streicherpassage im letzten Teil dünkt sie mich in der Tat „schlechter“ (kein Wort, das man bei Boulez gerne gebraucht…), weil die leisen Momente weniger artikuliert, also matter erscheinen und die quasi schreitenden Staccatoteile abgedämpft, ja abgebremst. Mich dünkt eindeutig, dass ich in der alten Aufnahme in diesem Stück eine Zusammenfassung des frühen Boulez hörte, wohingegen die neue Aufnahme von Luzern dieses bis ins Unwirkliche ziselierte Stück als Vorwegnahme von Répons zeigt.

Ex machina

5. September 2010 um 18:34 Uhr von ur

Auf drei Wanderungen konnte ich im Wallis kürzlich spezielle Stallbauten fotografieren, deren Dachkonstruktionen kein Holz enthalten, auf zwei, eventuell drei Alpen im Val des Bagnes, dann im Oberwallis auf einer im Steinutal (siehe Photos 21., 22. und 29. August 2010). Was es mit ihnen auf sich hat, ist völlig unklar, die Googlesuche bis jetzt ergebnislos. Heute ein Telefonanruf eines Coucousins aus dem Graubünden, der sich nach etwas Verwandtschaftlichem erkundigte. Im weiteren Gespräch erwähne ich die Walliser Ställe und frage, ob er solche im Bündnerland kenne. Ja friili! Er kenne sie als Trulli (Einzahl Trullo) von Alberobello in Apulien, und zwei gibt es auch auf Sassal Masone beim Berninapass, mit obligatem Grappa. Sofort suchte ich danach, und nebst Bildern von Steinbauten an den genannten Orten gibt es auch einen Wikipädiaartikel unter Trullo. Allerdings bleibt eine Besonderheit bestehen: die Trulli sind runde Spitzbauten, die Walliserställe haben zwar eine gewölbte Decke, die indes einen langen Tunnel formt, dessen Wände senkrecht sind und im rechten Winkel zueinander stehen. Die eindeutige Lösung ist, was mich freut, noch nicht gefunden.

Wagner heute, exakt heute

14. August 2010 um 14:42 Uhr von ur

France Music 18.00 Uhr: Parsifal vom 29. Juli

SWR2 20.05 Uhr: Siegfried vom 30. Juli (bei der Übertragung auf BR-Klassik hatte ich die ersten 20 Minuten, die besten, verpasst)

BR-Klassik 18.00 Uhr: Die Meistersinger von Nürnberg vom 2. August

Der Apfel fällt …

12. August 2010 um 12:09 Uhr von ur

Immer wieder unglaublich bis beängstigend, wie lahm und innovationsunlustig sich die Nachkommenden benehmen, zattrig darauf bedacht, nicht aus der Spur zu geraten; zuweilen erscheinen sie einem als blosse Untat eines Kopisten. Das obere Werk ist von mir, das untere von einem mit demselben Nachnahmen (ir statt ur). Ein ziemlich fauler Sack, fällt mir da nur ein.


Das Falsche in der Klassik

30. Juli 2010 um 12:57 Uhr von ur

Obwohl von einem Vorwärtsgehen in der Musik heute, soweit sie in den Medien überhaupt verfolgt werden kann – und das deutschschweizer Radio DRS2 verzichtet seit zwanzig Jahren hundertprozentig darauf – nicht die Rede sein kann, ist die Musik gesellschaftlich lebendig wie nie zuvor. Das ist den Interpretationsleistungen zu verdanken, die Werke aus Zeiten wieder aktuell werden lassen, die von unserer ferner nicht sein könnten, ihre Leistung aber in einer Weise vollbringen, die die Momente der unseren uns undringlich erscheinen lassen und die Werke selbst so, als ob sie in unserer Gegenwart erschaffen worden wären. Das Zweite Klavierkonzert von Beethoven Opus 19 mit Paul Lewis und dem Symphonieorchester der Stadt Birmingham unter Andris Nelsons gestern live via BBC auf Radio France Music war genau eine solche Aufführung, in der man jede Sekunde hätte sagen wollen, so etwas Bestes hat es noch nie gegeben wie dieses perfekte Musikstück, und dies in einer perfekten und zu keinen Zeiten mehr zu übertreffenden Interpretation. Im Zusammenhang eines solch absonderlich tief wirkenden Erlebnisses fällt es nicht schwer, die Momente aufzulisten, die objektiv fehlen, wenn die Musik als Zeugnis unserer Gesellschaft – derjenigen meines Lebens – gelten soll, ohne dass in der kritischen Aufzählung Spuren der Ablehnung eines Veralteten wirksam sein müssen. Was Beethoven gesellschaftlich erlebte und als Momente der Gesellschaft zur Erfahrung bringen konnte, musste Dämme überwinden, die wir nicht mehr kennen. Die vermittelten Ereignisse geschahen nie ausserhalb eines geografischen Radius, den wir als eng bezeichnen würden, und trafen zu einem Zeitpunkt ein, da es uns nur noch langweilen würde; die Nachricht war verzerrt und unverlässlich, als ob ein Kind naturwissenschaftliche Sachverhalte erklären würde. Desgleichen im Ungefähren mussten Entscheidungsprozesse reflektiert und diskutiert werden, die im nahen Raum geschahen, durch die gesellschaftliche Hierarchisierung aber dem Einzelnen gänzlich intransparent erschienen. Auch wer mit Widerspruchsgeist gesegnet war, war in den Konventionen, die von der Macht verlangt wurden, gefangen. Nicht zuletzt war jede Tätigkeit, jede wissenschaftliche, wirtschaftliche und künstlerische Praktik mit dem Mangel konfrontiert, der in allen Bereichen eine Reduzierung der Mittel aufs Nötigste voraussetzte. Das kennen wir nur in abgeleiteten Varianten und im ganzen eigentlich nicht. Auch mittellos gibt es Zugänge zu Aktivitäten, in denen von Mangel nicht die Rede sein kann, und sind Arbeiten nur gut genug geplant und geschickt vorbereitet, sind von vielen Seiten Zusatzmittel ins Spiel zu bringen, die auch schwierige Projekte am Laufen halten; desgleichen mögen Konventionen und Regeln sporadisch zwar stören, doch ihre Infragestellung wird von der Gesamtgesellschaft eher gefördert als im Keim schon abgewürgt. Die schlimmsten Mauern, die seit Beethovens Zeiten gefallen sind, waren in die Landschaften gezogen der ganzen Welt, sowohl räumlich wie zeitlich. Wir sind sie ledig, zumindest in der gegenwärtigen Mentalität des wachen Gesellschaftsmenschen unwiderruflich: wir wissen genau, was geschieht, in welcher Weise wo und wann, und wir wissen es jederzeit, sofort, und vermittelter – verlässlicher – nur kurze Zeit später. Und wir kennen sowohl die grossen wie die kleinen Zusammenhänge, weil die Wissenschaften das Wissen in vielen öffentlichen Wiederholungen zugänglich machen. Die Stellung des Einzelnen zur Gesellschaft – das einzelne Leben – ist um vieles anders geworden. Das Falsche, das es nur selten mehr an sich selbst erlebt, erfährt es in einem Zusammenhang, in dem der Einzelne als bewusster, vernünftiger Akteur tätig ist; es ist nichts, das zur Ferne gehörte, sondern bezieht sich direkt auf das Wesentliche der Gesellschaft, die als ganze wie eine einzige Lüge erscheint, die alles daran tut, das Falsche – die Ungerechtigkeit – im Überfluss der Waren jeden Tag neu vergessen zu machen, in einem Überfluss, in dem jede einzelne Stimme verstummt, auch die in der Kunst und in der Musik. Was in dieser aber geschieht, wenn sie sich ernsthaft auf die Gegenwart bezieht, ist, intentionslos, ein unablässiges Aufzeigen und Klarmachen, wie die Dämme, innerhalb derer früher die Dinge passierten und sie kleinwerden liessen, heute keine Hindernisse mehr bieten. Seit fünfzig bis hundert Jahren gibt die Musik ständig Zeugnis davon, dass wir existentiell aus der Enge heraustreten können, dass wir schnell reagieren können, dass wir den Zusammenhang, in dem die Dinge stehen sollen, uns nicht durch Konventionen diktieren lassen müssen, und dass aus dem, was als Ding da zu sein scheint, schnell neue Vielheiten entstehen können, in denen die vermeintlichen Tatsachen verwandelt dastehen. Die bewusste Musik der Gegenwart enthält einen Impuls, der äusserst stark mit den inneren Verhältnissen der neuen Realitäten korrespondiert, auch wenn die Ereignisse, die in ihnen statthaben, nicht zu ihren Gehalten gehören müssen. Das ist fast deprimierend deutlich wahrnehmbar in der Musik von Beethoven, wenn man vom vereinzelten Stück zurücktritt: dass die Bahnen in ihr zu eng gezogen sind, als dass sie mit der Sicht der Einzelmenschen auf die gesellschaftliche Realität noch zu korrespondieren vermöchte. Auch wenn sie als die beste erscheint und als das Beste, erweckt sie keine Sehnsucht danach, in jener Gesellschaft leben zu wollen, auf die sie sich notgedrungen bezieht.

Redlichkeit und Zeit

29. Juli 2010 um 5:28 Uhr von ur

Nicht selten geschieht es im Bloggen, dem neuen Medium der spontanen und auf blosse Wahrhaftigkeit verpflichteten Entäusserung, dass das Fundament der Wahrheit in Schieflage gerät, die Redlichkeit. Nicht weil das Subjekt sich nicht unter Kontrolle hätte und ständig dazu verleitet wäre, Behauptungen zu posten, die einer objektiven Kontrolle nicht standhalten würden, sondern weil ein Blogeintrag gut daran tut, die Einheitlichkeit einer Intention – eines Themas – nicht zu stören. Aus der Sicht eines Einzelnen wird der Zusammenhang eines Vorgangs oder eines theoretischen Moments beschrieben, in dem eine neue Qualität oder ein neues Besonderes aufscheinen soll, das objektiv als neue Behauptung dasteht. Indem das Format des Blogs den Druck der Zeit in der Weise akzeptiert, dass es für sein Schreiben immer besser ist, auch dann erstellt und vervollständigt – und also veröffentlicht – zu werden, wenn seine einzelnen Elemente noch nicht bis ins Letzte abgeklärt worden sind, ohne den Rahmen der Idee einer vorläufigen Notiz ganz zu zerstören, muss immer damit gerechnet werden, dass zwischen der Zeit der Erstellung und derjenigen der Lektüre entscheidende Vorgänge passiert sein mögen, die dem Gehalt der Behauptung und der Richtung der Intention widersprechen. Will ein einzelner Blogeintrag lesbar bleiben, darf er nicht mit zu vielen Zusätzen verunstaltet werden; weiss aber der Schreibende, dass schon während der Niederschrift oder in unmittelbarem Zeitraum danach Besonderes im vorgestellten Zusammenhang Einsprache erhebt, muss er abwägen, der heiligen Redlichkeit zuliebe alles zurückzuziehen oder das in seiner Intention so schnell Ruinierte stehen zu lassen, weil es trotz des Mangelhaften immer noch zu viele Momente der Dringlichkeit enthält, als dass diese weiterhin im Verborgenen gehalten bleiben sollten. Das Schreiben im Internet eröffnet nicht nur sehr schnelle neue Formen der Aufzeichnung, sondern verlangt auch neue Formen der Lektüre, die die Anforderungen der Redlichkeit insoweit auflockern, dass sie immer schon damit rechnen, dass der Bloggende etwas Zusätzliches zu sagen hätte. – Das Ranzenpfeifen gestern von acht Uhr abends bis ein Uhr morgens war doch zu stark, als dass auf es nicht hätte reagiert werden müssen, in irgendeiner Form.

Drei Varianten von Bauchattacken

28. Juli 2010 um 14:40 Uhr von ur

1) Die erste Bauchattacke geschah am Abend eines sehr heissen Sommertages 2003, tief unten im Bauch, fünf bis sechs Stunden lang eine Darmkolik, die zum Unwerfen war. Eine Wiederholung gab es erst ein halbes Jahr später, ohne Tageshitze, ohne anzeigbare Ursache. In den nächsten drei Jahr passierten jeweils ungefähr vier mit denselben Eigenschaften. Nur einmal war die Ursache eindeutig: Raclette. Sofort nach der Hämorrhoidenoperation 2006 setzte ein unendlicher Durchfall ein, der fälschlicherweise auf diese Operation und äusserst lange nicht auf die Essgewohnheiten zurückgeführt wurde. Erst im Frühjahr 2009, nachdem sich die Kadenz der Darmkoliken seit einem Jahr so stark beschleunigte, dass innerhalb eines Monats mehr als fünf zu erleiden waren, entschied ich, dass sie mit dem Konsum von Milchprodukten zusammenhängen und bei mir eine Laktoseunverträglichkeit vorliegen muss. Von einem Tag auf den anderen verzichtete ich auf alle Esswaren, von denen es klar ist, dass sie Laktose oder Milchzucker enthalten – und von diesem einen Tag an sind die Darmkoliken nicht wieder erschienen, bis heute nicht mehr.

2) Im Spätsommer desselben Jahres 2009 stellten sich von neuem heftige Bauchschmerzen ein, allerdings nicht tief unten im Bauch, sondern ungefähr in der Mitte. Jede der nicht sehr häufigen Attacken passierte ziemlich genau sechs Stunden nach dem Essen. Dieses bestand immer schon aus viel Gemüse und vielen Früchten, insbesondere Äpfeln. Einige Schmerzattacken waren diffus, als ob der Schmerz aus der Mitte in alle Richtungen ausstrahlte, einige hatten einen kuriosen, aber sehr präzisen Weg, auf dem sie ihr Unwesen trieben: sie begannen im Rücken sehr weit oben, fast unter der Schulter, gingen peu à peu tiefer und wechselten mehrmals die Seite, wie bei einem Murmelspiel. Wenn das Essensstück ganz unten war, hatte sich auch der Schmerz verzogen. Innerhalb von sechs Stunden wiederholte sich das vier- bis sechsmal: nicht das ganze Menü trieb sein Unwesen auf einen Schlag, sondern einige seiner Teile der Reihe nach. Nach langer Lektüre am Internet beschloss ich im Oktober 2009, dass es sich bei diesem Gebrechen um eine Fruktoseunverträglichkeit handele und hörte auf, Gemüse und Früchte mit bekanntem Fruchtzuckeranteil sowie weitere verarbeitete Esswaren zu konsumieren, die diesen besonderen Zucker, der mit dem gewöhnlichen nicht zu verwechseln ist, enthalten. Gemüse gibt es nur noch entkernte Gurken und Zugetti, zusätzlich Kohlrabis, von den Früchten keine ausser manchmal Bananen (weil sie Traubenzucker enthalten, der den Fruchtzucker neutralisiert), im Sommer Himbeeren. Der Hauptteil des Essens besteht neben dem wenigen genannten Gemüse noch aus Reis, Teigwaren, Fleisch, Brot, seltener Ziegenkäse, gewisse Kuchen und dunkle Schokolode. Nach einer verschwitzten langen Wanderung trinke ich nach wie vor einen halben oder einen ganzen Liter Coca Cola, das auf den leeren Magen keine negativen Auswirkungen hat.

3) Dieses Jahr 2010 stellten sich neue Bauchschmerzen ein, die man noch mehr als diejenigen wegen der Fruchtzuckerunverträglichkeit als Attacken beschreiben muss. Sie entstehen später als sechs Stunden nach dem Essen, kommen direkt aus der Bauchmitte und strahlen in alle Richtungen. Wie die Darmkoliken werfen sie einen erbarmungslos um, und man sucht verzweifelt nach einer Stellung, die den Schmerz erträglicher machen würde: zusammengekrümmt in der Hocke, liegend auf dem Rücken, auf der Seite, auf den Zehenspitzen stehend und das rechte Ärmchen die Wand hinauf greifen lassend. Nichts gibt Ruhe, und ich meinte schon aus der Internetlektüre, der ganze Pankraz sei im Eimer. Da ich einen leisen Verdacht hegte, erzwang ich gestern drei Stunden nach dem Nachtessen ein Erbrechen, das kein Ende nehmen wollte, abends um Zehn aber das Übel ans Licht brachte: der frische Blattspinat vom Mittagessen lag immer noch in ganzen Stücken im Magen. Heute Morgen um Sechs ass ich zur Kontrolle genau dasselbe wie gestern Abend, Weissbrot, Salami, Gurke und ein gekochtes Ei. (Normalerweise esse ich um diese Zeit nichts, auch nie am Morgen Fleisch, aber da der Magen über die Nacht nichts mehr zu verdauen hatte und ich diese Kontrolle für sinnvoll hielt, fiel mir die Essenseinnahme nicht schwer.) Siehe da: kein Durchfall stellt sich ein und nicht das Geringste von Bauchschmerzen. Der dritte Feind des Magendarmgebildes scheint in die Falle gegangen zu sein, es ist der Spinat, versteckt hinter den bekannteren Übeltätern des Milchzuckers und des Fruchtzuckers.

Ur II, 8

17. Juli 2010 um 10:15 Uhr von ur

Ur I gratuliert ur II zum Achten. Es hat einen neuen Rucksack gegeben.

Totsein nach Mahlers Neunter

16. Juni 2010 um 0:29 Uhr von ur

Gestern Diskothek im Zwei Mahlers Neunte, heute nach angestrengter Zusammenstellung der Alpen im Bezirk Entremont um acht Uhr plötzlich das Verlangen, diese Symphonie ganz zu hören. Ich habe sie mit Abbado, Live 1988. Da die Diskussion vorgestern äusserst ergiebig und aufschlussreich verlief, geschah das Zuhören heute entsprechend intensiv, im Anschluss daran ständiges Nachfragen, wie weit man im rein existenziellen Rahmen verharren dürfe. Lösung: mit dem Alter verliert sich das Bedürfnis, Kunstwerke gegeneinander auszuspielen. Ob man es nun darf oder nicht – dieses Werk ergreift einen tief, und man soll gegen den Genuss des Erlebens nicht anrempeln. Gleich danach zufrieden, aber äusserst müde Schlafen gegangen, mit viermal hintereinander demselben Alptraum, sehr kompliziert. Ich bin am Bildschirm, navigiere auf meiner Website, auf den Alpen im Val des Bagnes. Man muss irgendein Bild verschieben, dann irgendwo hin klicken. Dann bin ich – viermal geschieht dasselbe, nach kurzem Aufwachen – in einer Art Disko, dunkel, mehrstöckig, vielräumig (ich war nie an solchen Orten, kenne nur Bilder aus der Unterhosenpresse). Ich mache etwas Ähnliches wie die Anderen, nur zum Teil bin ich auch mit Bekannten zusammen, an einem Tisch oder nicht. Im Verlauf wird klar, dass alle schon gestorben sind und sich in einer Art Warteschlaufe befinden. Ich finde es grauenhaft und wehre mich mit aller Kraft gegen diese Tatsächlichkeit, wonach ich aufwache, sehr bald aber wieder eindämmere und dasselbe nochmals erlebe. Nach drei, vier oder fünf Malen frage ich mich, ob das alles in einem einzigen Traum geschehen sei oder tatsächlich in so vielen einzelnen, schlafe aber richtig für zwei Stunden ein, traumlos.

Zu aufmerksam, um richtig zu belichten

5. Juni 2010 um 18:32 Uhr von ur

Heute ist mir beim Mattmark Staudamm, wo ich nach der Hinfahrt als einziger Passagier in der ersten Kutsche der Saison die drei fotografisch verlorenen Alpen Schwarzbergalp, Distelalp und Eienalp wiedereinsammelte, einer dieser gefürchteten Fehler passiert, die dadurch entstehen, dass ohne Unterlass ihre Eventualität abgewehrt wird, indem man sich ständig fragt, ob man alles richtig tut – und dann da, wo man meint, eine Reihenfolge genau so durchführen zu müssen, wie man sie sich die ganze Zeit im Kopf zurechtlegt, die umgekehrte gewählt haben wird, den ganzen Tag lang, jedesmal in gleicher Weise mit zusammengebissenen Zähnen bewusst. Die E-620 hat die Besonderheit, dass man bei der festbleibenden Einstellung der Belichtung für die Panoramafotografie zuerst die Schärfe festlegen muss (durch Autofokus und Drücken der Fn-Taste, die in den manuellen Fokus wechselt) und erst dann die Belichtungszeit mit der AE-Taste für die folgenden Bilder speichert (Blende ist sowieso vorgewählt, weil die verschiedenen Brennweiten je bestimmte Abblendungen verlangen); macht man es umgekehrt, wird nach dem Drücken der Fn-Taste zur Arretierung des Fokus die Belichtungsspeicherung rückgängig gemacht. Heute kam es nie zu einer Belichtungsspeicherung, weil ich meinte, nur bei dieser Kamera müsse man diese AE-Speicherung zuerst durchführen, dann den Fokus fixieren. Autostitch ist aber ein so freundliches Panoramaprogramm, dass es bei solcherart idiotisch präsentiertem Panoramamaterial eine Funktion wählen lässt, die auch solche problematischen Belichtungsübergänge konsumierbar macht. Als Folge sind die Panoramas etwas heller als sonst und haben an einigen Stellen im Himmel – aber eben nicht an sehr vielen – unschöne Übergänge. Ich werde mich nächstes Mal etwas weniger rigide kontrollieren.

Glatzen

2. Juni 2010 um 18:49 Uhr von ur

Das erste Kapitel im Abschnitt Alpen wäre nach zwei Tagen äusserst angespannter Arbeit vorläufig fertig (am Samstag müssen noch drei verloren gegangene eingesammelt werden): das Resultat ist betrüblich. Eine so langweilige Zusammenstellung von Bildern habe ich noch selten gesehen, als wären in einem Musikstück ausnahmslos die Pausen zur Diskussion gestellt worden. Kein Stück Grossvieh ist zu sehen, nichts, was eine Spannung erzeugen könnte. Es ist, als ob sich Einsiedler mit Glatzen an einem Kongress versammeln hätten. Wenn das so weiter geht, durchs ganze kapuzinische Wallis hindurch…

http://www.ueliraz.ch/analyse-2010/alpen/visp.htm

Das Wallis als Konditorei

1. Juni 2010 um 9:57 Uhr von ur

Heute fälle ich den Entscheid, welcher Bezirk des Wallis als erster dafür ins Auge gefasst wird, alle Alpwirtschaften in ihm darzustellen. Obwohl ich nie daran gedacht hatte, sie eigens thematisch im ganzen zu sammeln, sind sie im Fotoarchiv doch grösstenteils schon vorhanden, wenigstens dann, wenn man sie eindeutig von den Mayens trennt. Diese äusseren Schwierigkeiten sind nicht von Bedeutung, weil es mir scheint, dass immer noch genügend Zeit zur Verfügung steht, diejenigen, die sich bis jetzt meinen Apparaturen haben entziehen können, doch noch einzufangen. Von mindestens zwei Alpen hege ich die Absicht, sie in ihren Verstecken ruhen zu lassen, um dem Wahn der Vollständigkeit einen Tritt versetzen zu können: Pontimia und L’Au de Mex. Die erste will ich schon seit drei Jahren besuchen, wird aber mit dem Seehorn einen würdigen Ersatz gefunden haben, und die zweite hat einen Zugang, dessen Steilheit der von Eril zusehr ähnelt, als dass ich dem Weg vertrauen möchte. Mehr als diese empirischen Mängel beschäftigt mich die phänomenologische Tschifra, eine sehr lange Zeit auf Bilder fixiert zu sein, deren wesentlicher Gehalt – die Qualität der Kräuter – durch Alpentörtchen bestimmt wird. Ein Bild kommt um so mehr in Frage, gezeigt zu werden, je mehr von ihrer Wesenskraft auf ihm zu sehen ist. Das vernebelt ein bisschen die Vorstellung, mit viel Lust an dieser Arbeit lange dran zu bleiben, was sich eleganter noch englisch zu verstehen geben lässt: What a mist! – – – Okay: Visp ist’s!

Gondoschlucht

31. Mai 2010 um 12:52 Uhr von ur

Beim Studieren der Wege und Fotomöglichkeiten zwischen Simplon, Gondo und Zwischbergen bin ich auf ein Bild gestossen, das man unbedingt aus seiner Einsamkeit retten muss. Mit diesem Link gelangt man auf eine Seite, die zuunterst eine Bildfolge enthält: http://www.hikr.org/tour/post9717.html. In dieser ist es das siebte Bild, das man ansteuern soll, oben Schnee, unten Schnee, und die grosse Mitte höllisch dunkel. Nun hat man das Bild mit dem Seehorn über der Gondoschlucht, aber noch zuwenig gross als dass es richtig wirken kann. Rechts unterhalb Zaza Pro muss man schliesslich noch auf einen Link gehen: Siehe in Originalgrösse.

Hier ist derselbe Link auf das Bild in Originalgrösse in einer unanständigen Form, weil man von da aus nicht zur Hauptseite des Autors gelangt (hikr.org ist so schlecht organisiert wie das Bild gut ist): http://f.hikr.org/files/87413.jpg.

Schade, schade, dass das Wenghorn für mich ausser Reichweite bleiben wird…

Gletscherschlange

18. Mai 2010 um 19:21 Uhr von ur

Endlich bin ich nicht mehr der einzige, der von Gletscherschlangen spricht: Brunelli hat eine erwischt – und natürlich in einem Ensemble von Bildern, die von gewöhnlich Sterblichen längst nicht mehr erreicht werden können:

http://vipere-passion.over-blog.fr/article-balade-a-travers-le-valais-50654198.html

Es zündet, zündet nicht

13. Mai 2010 um 9:42 Uhr von ur

In letzter Zeit drängt sich mir eine Bewertungsweise von Arbeiten, Werken und Gesamtwerken in den Vordergrund, die mich auch dann nötig und stimmig dünkt, wenn ihre mögliche Negativität nicht im geringsten mit einer Negativität ihres Gegenstandes zu korrespondieren braucht. Prominente Vertreter von Werken, die mir nicht zu zünden scheinen, obwohl sie nicht mit negativer Kritik zu konfrontieren wären, sind Schumann, Kafka, Benjamin, Beckett, Kurtag, Holliger. Obwohl sie alle Passagen, Werkteile, Einzelwerke und womöglich ganze Werkgruppen verfasst haben, die mich nach wie vor packen und die geschichtlich unverzichtbar sind, haben diese etwas in sich aufgenommen, nicht selten einen Typus von Subjektivität, von dem ich nicht mehr zwingend verspüre, dass ich unter dem Druck bestimmter Fragen oder existenzieller Stimmungen bei ihnen nachlesen oder nachhören sollte. Ihre historische und theoretische Absicherung im ganzen erscheint prekär – als müsste man sich bei ihnen unnötigerweise zusätzlich anstrengen, weil sie sich nur dem Schein nach den Fragen der Zeit stellen, um ungeschollten den eigenen, zu intimen, nachzugeben.

Dass etwas nicht recht zünden will, ist nicht nur Effekt einer schnöden Attitüde gegen aussen, sondern legt sich einem auch in der Selbstkritik nahe. Der Vollzug der begriffslosen musikalischen Analyse der Walliser Alpen reist mir fast den Kopf ab, weil für jedes Bild, das in einem abgesteckten Zusammenhang stehen soll, erinnerungsmässig das ganze riesengrosse Archiv abgefragt werden muss, jeder Bergteil von jedem möglichen Standort aus. Wegen eines einzigen Bildes, La Dent du Catogne, musste die Arbeit für drei Monate ausgesetzt werden (wo dann die Vögel am Fenster wie jeden Winter in den Mittelpunkt traten), weil ich zwar wusste, dass es da wäre, aber erst nach dieser langen Zeit bemerkte, dass ich es zwar immer vor Augen hatte und tatsächlich auch mehrmals anschaute, die gesuchte Felsplatte, die einen Viertel des Bildes abdeckt, aber einfach nicht wahrzunehmen vermochte. Die Realisation verlangt äusserste Anstrengung in äusserster Anspannung, nicht selten auch ein peinliches Unterdrücken von Gebrüll, wenn sich ein bestimmtes Bild nicht finden lässt. Und trotz der Qualen, die im Einzelfall die Lösung immer finden lassen, stehen die Seiten, die nun neu am Wachsen sind, weil La Dent du Catogne vorgestern Nacht endlich wieder erschienen war, für mich da ganz ohne zu zünden. Sie gefallen mir und dünken mich gefällig für ein grösseres Publikum, weil sie in der Tat das ganze Wallis in neuen Zusammenhängen verfolgen lassen und auch die Kräfte des Zusammenhangs spürbar machen, genau so, wie ich es mir über Jahre hin zu phantasieren wagte. Aber niemals sind sie wirklich unbelästigt von der Frage, worin die Erkenntnis im einzelnen oder ganzen zu bestimmen wäre. Als ob zu hoch gepokert worden wäre mit der Behauptung, man müsste das Wallis begreifen wie die Partitur eines musikalischen Werkes des vorwärts treibenden 20. Jahrhunderts, sagen sie zu allem immer auch: und jetzt? Wenn die Antwort in der Analyse in keinem Moment zwingend nachvollziehbar wird und die unanständige Frage aus Not wiederkehrt, fallen die Bildfassaden wie ein Kartenhaus zusammen, hinter dem nichts steht als die öde Fläche, auf der die Dramen der Gesellschaft ihre gewöhnlichen Kapriolen schlagen. Man darf aber nicht davon abrücken, ernste Dinge zu tun, die an den Zusammenhang von Existenz und Politik mahnen, um ein Ende der Despotien gegen die Natur und die Lebenden möglich – und zwingend – erscheinen zu lassen.

Flur- und Ortsnamen der Schweiz

7. Mai 2010 um 15:31 Uhr von ur

http://map.wanderland.ch/
ist eine gute Website, um sämtliche Flur- und Ortsnamen der Schweiz inklusive der Gewässer, Berge und Wälder, sofern sie nur auf den 50’000er und den 25’000er Karten eingezeichnet und ausgeschrieben sind, mittels Suchmaske ausfindig zu machen.

Für eine Hosensackkarte, die man nur für schwierig zu memorierende Passagen und Abzweigungen benötigt, ist diese Website http://ivs-gis.admin.ch/index.php?reset_session nach wie vor besser, weil sie trotz des langsamen Servers und der umständlichen Bedienung zwar auch ein nur gleich grosses Bild zum Druck freigibt, das sich aber besser aufhellen und gleichzeitig in deutlich grösserer Schärfe drucken lässt.

Da die Namen in der Landschaft orthografisch bekanntlich nie allgemein kodifiziert und also in den einzelnen Gemeinden von den verschiedenen BürgerInnen bis in gegenwärtige Zeiten verschieden geschrieben wurden, träumt man immer noch von einem Online-Archiv mit den Schweizer Landeskarten 50’000 und 25’000 in ihren verschiedenen Auflagen, in denen die Namen anders als heute festgelegt geschrieben wurden. Möglicherweise entstanden früher Fehler durch unverlässliche Gewährsleute – vielleicht aber wurde früher auch dem im engen Sinn lokalen Dialekt Rechnung getragen. (Ich habe einige Römerkarten geerbt, aber die Löcher in ihnen und die Lücken zwischen ihnen sind doch noch grösser als sie selbst.)

Waka / Jawaka

19. April 2010 um 20:31 Uhr von ur

Auf DRS 2 Diskothek im Zwei gehört, eine Sendung, die sich seit gewisser Zeit auf dem absteigenden Ast bewegt. Nach einer halben Stunde lauschte ich auf CD begierig Zappas Waka /Jawaka, einer Platte, die ich sehr oft und immer sehr gerne zu mir genommen hatte. Dabei überlegte ich mir, wieso Zappa eine besondere Stellung einnimmt, obwohl seine Musik doch auf der ganzen Ebene zur Kulturindustrie gehört und ihr von sich aus nicht aussen vor steht – seine Stücke sind als Werke nicht so gebaut, dass man sie anders hören müsste als die von Björk oder von sonstwem aus dem Radio. Wenn auch Waka / Jawaka in den Bläserstimmen dagegen sprechen mag, ist es doch so, dass gewöhnlicherweise in Zappas Aufnahmen die Instrumentalisten so tönen, als ob sie um einiges mehr geübt hätten als die MusikerInnen auf Studioaufnahmen oder Livemitschnitten anderer KünstlerInnen der effektiven Kulturindustrie. Es dünkt mich im Moment, dass es äusserst weniges ist, und etwas gar Wackeliges, was die grosse Kunst von der der Kulturindustrie zu trennen imstande ist.

Eyjafjalla

19. April 2010 um 2:19 Uhr von ur

Eine Serie von Träumen in überfüllten Zügen, in denen immer etwas von der Funktionsweise eines Rasierapparates entweder jemandem klargemacht oder in einem Video als Werbung oder Gebrauchsanweisung gezeigt werden soll. Immer geht etwas schief, und immer wird jemand beschuldigt, irgendetwas nicht begriffen zu haben. Ich bin einmal auf der Seite der Beschuldiger, einmal selbst der Beschuldigte. Das Ganze verläuft surreal wie Alice in Wonderland, ohne dass ich weder das Buch noch eine Filmfassung von ihm je gesehen hätte. Beim Aufwachen stelle ich mir vor, wie ich nach Island wandere, ungebeten bei Björk ins Haus trete und ihr die vergessene Kochplatte abdrehe. – Eine Sekunde nach dem Aufwachen, also immer noch halbwegs im Traum selbst, überlege ich mir, wovor man sich mehr zu fürchten hätte, vor der lotterigen, aus dem Lot geratenen Logik, in die die Psyche nach dem Ableben stürzt, wenigstens allem Anschein nach die meinige, oder vor derjenigen, in die die Menschheit schon heute zu stürzen droht.

http://picasaweb.google.com/102175391233488315229

http://languagelog.ldc.upenn.edu/nll/?p=2257

Oliver Nassen

15. April 2010 um 16:45 Uhr von ur

Gestern hatte ich auf DRS 2 ein gutes Interview von Thomas Meyer mit dem Dirigenten und Komponisten Oliver Nassen gehört, der mir noch unbekannt war. Dummerweise notierte ich den Namen nicht, so dass ich nach der Sendung am Internet nicht weitersuchen konnte. Typisch DRS 2 gibt es zu dieser Sendung, die offenbar von der Redaktion als eine Zumutung a priori fürs Publikum eingeschätzt wird, keine Notiz im Online-Programm, wo sich der Name herauslesen liesse. Ich wusste noch, dass er in Zürich vor kurzer Zeit Strawinsky dirigiert hatte, also los heute Nachmittag mit Googeln nach „Strawinsky Zürich“, aber nichts erscheint, das einen britischen Dirigenten mit „N“, wie mir im Gedächtnis zu haften bleiben schien, enthielte. Aber oha, es gibt einen Link im Programm, dank dem man die Sendung nochmals hören kann. Okay, wird gemacht, Hörer auf- und unter Strom gesetzt. Okay, noch ein Bisschen vom Hörspiel zuvor, macht ja nichts. Eine Minute vom schon gehörten Hörspiel, zwei Minuten vom schon gehörten Hörspiel, drei Minuten vom schon gehörten Scheiss, vier Minuten vom verdammt wie lange geht das noch!!!??? Endlich die Ansage: „Hören Sie eine Sendung über Oliver Nassen.“ Danke!!! Nun also wieder googeln: Oliver Nassen… Nix die Laus! Alle britischen Komponistenlisten habe ich zuvor schon durchgeschaut, geboren 1950, Beginn des Namens mit N und jetzt eben der vollständige Name gar: Nassen, Oliver Nassen. Leider speichert der Browserverlauf nicht die exakten Googleanfragen, so dass ich jetzt nicht sagen kann, mit welchen Suchwörtern ich schliesslich fündig wurde. Immerhin kann ich andeuten, auf welche dunkle Weise. Bei all den Variationen, die ich aufgrund der erinnerten Stichwörter des Interviews durchführte, blieb ein Name stetig präsent, und heisst dieser mit Vornamen nicht auch Oliver?! Ja klar, er ist gefunden, und es gibt sogar ein paar Videos mit den Kinderopern, die zwar nicht mehr ganz so interessant ausschauen wie sie gestern getönt hatten, aber immerhin, ich werde ihn und seine Musik ernsthaft weiter verfolgen: Oliver Knussen.