{"id":863,"date":"2011-04-04T20:10:35","date_gmt":"2011-04-04T19:10:35","guid":{"rendered":"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=863"},"modified":"2011-04-05T05:22:52","modified_gmt":"2011-04-05T04:22:52","slug":"anderson-carter-saariaho","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=863","title":{"rendered":"Anderson, Carter, Saariaho"},"content":{"rendered":"<p>Soeben live auf France Musique Concert enregistr\u00e9 le 11 f\u00e9vrier 2011 \u00e0 la Cit\u00e9 de la Musique in Paris, Ensemble Intercontemporain, Ludovic Morlot, direction.<\/p>\n<p>Julian Anderson, The Comedy of Change (cr\u00e9ation fran\u00e7aise). Andersons Afterligetismus schlingert um die schwarzen L\u00f6cher der Tonalit\u00e4t wie der gef\u00fcrchtete Walliser Pension\u00e4r mit Strohhut, Hosentr\u00e4gern und einem dicken Stumpen im Maul um die Schlagl\u00f6cher die Passstrasse herab, in einem rapid\u00e4hnlichen Gef\u00e4hrt,  sonntags nach vier Ballons Weissem f\u00fcr den Ap\u00e9ro, einem Halben Roten zum Gsottnu und zwei doppelten Marc zum Caf\u00e9.<\/p>\n<p>Elliott Carter, On Conversing with Paradise, pour baryton et ensemble (cr\u00e9ation fran\u00e7aise), Leigh Melrose, baryton. Der Hundertzweij\u00e4hrige komponiert nun g\u00e4nzlich befreit vom Zugriff der Statthalterin Strawinskys, eine frische Musik, in deren Libretto einer unter der Federf\u00fchrung Ezra Pounds ein Ereignis f\u00fcr einen Hundertachtj\u00e4hrigen deliriert, wenn ich die Passage richtig geh\u00f6rt habe. Nicht nur Witz hat er immer noch, auch gute Musik schreibt er, ohne pubert\u00e4rers Zwinkern hin\u00fcber in die Tonalit\u00e4t &#8230; so dass man frei von jeder Scham auf noch weitere hofft!<\/p>\n<p>Kaija Saariaho, Graal Th\u00e9\u00e2tre, pour violon et ensemble, version pour orchestre de chambre, Jeanne-Marie Conquer, violon. Es d\u00fcnkt mich die ganze Zeit, das St\u00fcck schon mal geh\u00f6rt zu haben &#8211; und finde es auch in den <a href=\"http:\/\/www.ueliraz.ch\/neuemusik\/werkkritik-3.htm\">bereits bewerteten St\u00fccken der Komponistin<\/a>. So avanciert wie vor ein paar Jahren erscheint es mir nicht mehr, indes um nichts weniger sch\u00f6n, in einer Ruhe, die mir jetzt sehr zupass kommt und gef\u00e4llt. Carter imponierte mir heute Abend nichtsdestotrotz ein unversch\u00e4mtes kleines bisschen mehr&#8230;<\/p>\n<p>Zusatz: Nach dem Konzert wurden noch zwei unterschiedliche St\u00fccke von Julian Anderson ab CD gespielt. Diptych I. Parades, II. Pavillons en l\u2019air, BBC Symphony Orchestra, Oliver Knussen, direction best\u00e4tigt die ersten schwachen Eindr\u00fccke, die Alhambra Fantasy, London Sinfonietta, Oliver Knussen, direction erschien mir wie von einem anderen Komponisten erdacht, frei von den missverst\u00e4ndlichen Ligetismen, ein Werk, das ich gerne nochmals h\u00f6ren w\u00fcrde. Man muss aufpassen, dass man da, wo man einen Komponisten zum ersten Mal auff\u00fchrt, die gute Intention nicht mit einem schwachen St\u00fcck vermasselt. Offenbar komponiert Anderson nicht immer auf demselben erforderlichen Reflexionsniveau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soeben live auf France Musique Concert enregistr\u00e9 le 11 f\u00e9vrier 2011 \u00e0 la Cit\u00e9 de la Musique in Paris, Ensemble Intercontemporain, Ludovic Morlot, direction. Julian Anderson, The Comedy of Change (cr\u00e9ation fran\u00e7aise). 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