{"id":348,"date":"2010-07-28T14:40:15","date_gmt":"2010-07-28T13:40:15","guid":{"rendered":"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=348"},"modified":"2010-07-28T14:40:15","modified_gmt":"2010-07-28T13:40:15","slug":"drei-varianten-von-bauchattacken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=348","title":{"rendered":"Drei Varianten von Bauchattacken"},"content":{"rendered":"<p>1) Die erste Bauchattacke geschah am Abend eines sehr heissen Sommertages 2003, tief unten im Bauch, f\u00fcnf bis sechs Stunden lang eine Darmkolik, die zum Unwerfen war. Eine Wiederholung gab es erst ein halbes Jahr sp\u00e4ter, ohne Tageshitze, ohne anzeigbare Ursache. In den n\u00e4chsten drei Jahr passierten jeweils ungef\u00e4hr vier mit denselben Eigenschaften. Nur einmal war die Ursache eindeutig: Raclette. Sofort nach der H\u00e4morrhoidenoperation 2006 setzte ein unendlicher Durchfall ein, der f\u00e4lschlicherweise auf diese Operation und \u00e4usserst lange nicht auf die Essgewohnheiten zur\u00fcckgef\u00fchrt wurde. Erst im Fr\u00fchjahr 2009, nachdem sich die Kadenz der Darmkoliken seit einem Jahr so stark beschleunigte, dass innerhalb eines Monats mehr als f\u00fcnf zu erleiden waren, entschied ich, dass sie mit dem Konsum von Milchprodukten zusammenh\u00e4ngen und bei mir eine Laktoseunvertr\u00e4glichkeit vorliegen muss. Von einem Tag auf den anderen verzichtete ich auf alle Esswaren, von denen es klar ist, dass sie Laktose oder Milchzucker enthalten &#8211; und von diesem einen Tag an sind die Darmkoliken nicht wieder erschienen, bis heute nicht mehr.<\/p>\n<p>2) Im Sp\u00e4tsommer desselben Jahres 2009 stellten sich von neuem heftige Bauchschmerzen ein, allerdings nicht tief unten im Bauch, sondern ungef\u00e4hr in der Mitte. Jede der nicht sehr h\u00e4ufigen Attacken passierte ziemlich genau sechs Stunden nach dem Essen. Dieses bestand immer schon aus viel Gem\u00fcse und vielen Fr\u00fcchten, insbesondere \u00c4pfeln. Einige Schmerzattacken waren diffus, als ob der Schmerz aus der Mitte in alle Richtungen ausstrahlte, einige hatten einen kuriosen, aber sehr pr\u00e4zisen Weg, auf dem sie ihr Unwesen trieben: sie begannen im R\u00fccken sehr weit oben, fast unter der Schulter, gingen peu \u00e0 peu tiefer und wechselten mehrmals die Seite, wie bei einem Murmelspiel. Wenn das Essensst\u00fcck ganz unten war, hatte sich auch der Schmerz verzogen. Innerhalb von sechs Stunden wiederholte sich das vier- bis sechsmal: nicht das ganze Men\u00fc trieb sein Unwesen auf einen Schlag, sondern einige seiner Teile der Reihe nach. Nach langer Lekt\u00fcre am Internet beschloss ich im Oktober 2009, dass es sich bei diesem Gebrechen um eine Fruktoseunvertr\u00e4glichkeit handele und h\u00f6rte auf, Gem\u00fcse und Fr\u00fcchte mit bekanntem Fruchtzuckeranteil sowie weitere verarbeitete Esswaren zu konsumieren, die diesen besonderen Zucker, der mit dem gew\u00f6hnlichen nicht zu verwechseln ist, enthalten. Gem\u00fcse gibt es nur noch entkernte Gurken und Zugetti, zus\u00e4tzlich Kohlrabis, von den Fr\u00fcchten keine ausser manchmal Bananen (weil sie Traubenzucker enthalten, der den Fruchtzucker neutralisiert), im Sommer Himbeeren. Der Hauptteil des Essens besteht neben dem wenigen genannten Gem\u00fcse noch aus Reis, Teigwaren, Fleisch, Brot, seltener Ziegenk\u00e4se, gewisse Kuchen und dunkle Schokolode. Nach einer verschwitzten langen Wanderung trinke ich nach wie vor einen halben oder einen ganzen Liter Coca Cola, das auf den leeren Magen keine negativen Auswirkungen hat.<\/p>\n<p>3) Dieses Jahr 2010 stellten sich neue Bauchschmerzen ein, die man noch mehr als diejenigen wegen der Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit als Attacken beschreiben muss. Sie entstehen sp\u00e4ter als sechs Stunden nach dem Essen, kommen direkt aus der Bauchmitte und strahlen in alle Richtungen. Wie die Darmkoliken werfen sie einen erbarmungslos um, und man sucht verzweifelt nach einer Stellung, die den Schmerz ertr\u00e4glicher machen w\u00fcrde: zusammengekr\u00fcmmt in der Hocke, liegend auf dem R\u00fccken, auf der Seite, auf den Zehenspitzen stehend und das rechte \u00c4rmchen die Wand hinauf greifen lassend. Nichts gibt Ruhe, und ich meinte schon aus der Internetlekt\u00fcre, der ganze Pankraz sei im Eimer. Da ich einen leisen Verdacht hegte, erzwang ich gestern drei Stunden nach dem Nachtessen ein Erbrechen, das kein Ende nehmen wollte, abends um Zehn aber das \u00dcbel ans Licht brachte: der frische Blattspinat vom Mittagessen lag immer noch in ganzen St\u00fccken im Magen. Heute Morgen um Sechs ass ich zur Kontrolle genau dasselbe wie gestern Abend, Weissbrot, Salami, Gurke und ein gekochtes Ei. (Normalerweise esse ich um diese Zeit nichts, auch nie am Morgen Fleisch, aber da der Magen \u00fcber die Nacht nichts mehr zu verdauen hatte und ich diese Kontrolle f\u00fcr sinnvoll hielt, fiel mir die Essenseinnahme nicht schwer.) Siehe da: kein Durchfall stellt sich ein und nicht das Geringste von Bauchschmerzen. Der dritte Feind des Magendarmgebildes scheint in die Falle gegangen zu sein, es ist der Spinat, versteckt hinter den bekannteren \u00dcbelt\u00e4tern des Milchzuckers und des Fruchtzuckers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1) Die erste Bauchattacke geschah am Abend eines sehr heissen Sommertages 2003, tief unten im Bauch, f\u00fcnf bis sechs Stunden lang eine Darmkolik, die zum Unwerfen war. Eine Wiederholung gab es erst ein halbes Jahr sp\u00e4ter, ohne Tageshitze, ohne anzeigbare Ursache. In den n\u00e4chsten drei Jahr passierten jeweils ungef\u00e4hr vier mit denselben Eigenschaften. 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