{"id":261,"date":"2009-07-15T03:46:37","date_gmt":"2009-07-15T02:46:37","guid":{"rendered":"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=261"},"modified":"2009-07-15T03:46:37","modified_gmt":"2009-07-15T02:46:37","slug":"handschlag-mit-den-ganz-anderen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=261","title":{"rendered":"Handschlag mit den ganz Anderen"},"content":{"rendered":"<p>(Traum vorgestern abends um 22 Uhr kurz nach dem Einschlafen, den ich bis gestern Abend nicht aufschreiben und bis heute um 4 Uhr der Scribble&#8217;s Disco nicht hinzuf\u00fcgen wollte, weil mich d\u00fcnkt, er zeige ein erstes Anzeichen von Schizophrenie. Da sich gestern aber eine medizinische Besonderheit zum Guten wendete, soll er als weiteres gew\u00f6hnliches Beispiel f\u00fcr die Konfusion der Traumt\u00e4tigkeit dastehen, ohne jede Bedeutung: als ich gestern um 15 Uhr in Les Haud\u00e8res das Sonnenk\u00e4ppi vom Kopf nahm und die Frisur zurechtmachen wollte, den zweiw\u00f6chigen Zehnmilimeterschnitt, ersp\u00fcrte ich Mitte links auf der Sch\u00e4deldecke eine daumenspitzgrosse Beule, an einem Ort, den ich seit 2003 ab und zu als Zentrum einer gewissen Oberfl\u00e4chenspannung empfinde. Beim Einschlafen war sie noch da, ebenso beim ersten Erwachen um 1 Uhr. Da sie um 4 Uhr indes zu 90% abgeflaut erscheint, deute ich sie als unbedeutende St\u00f6rung, entstanden durch den Druck des K\u00e4ppis, das wegen des Windes straffer gebunden war als gew\u00f6hnlich.)<\/p>\n<p>In einem Raum etwa zehn Meter von mir entfernt sehe ich durch die offene T\u00fcr, wie ein Mensch einem anderen droht und eigentlich schon daran ist, ihn zu schlagen oder gar zu erschlagen. Ich nehme etwas wie einen Stein in die rechte Hand und ziehe sie r\u00fcckw\u00e4rts \u00fcber die Schulter, um gleichfalls dem Drohenden zu drohen, im Bewusstsein, dass ich den Stein mangels Kraft gar nicht werfen werden kann. Die zwei Personen, etwa gleich alte wie ich oder geringf\u00fcgig \u00e4lter, verziehen sich noch weiter in den Hintergrund. Vor der offenen T\u00fcre sind nun mehrere andere Personen, eindeutig keine Europ\u00e4er, eher Asiaten, wenn auch selbst dieses nicht eindeutig. Sie haben den Vorfall und insbesondere meinen Eingriff beobachtet, und es entsteht nun so etwas wie ein Verh\u00f6r, wenn zun\u00e4chst auch v\u00f6llig ohne offiziellen Charakter. Man spricht eher freundlich mit mir, macht mir aber doch klar, dass mein Eingriff v\u00f6llig inakzeptabel sei. Es k\u00f6nne doch einer aus Distanz gar nicht beurteilen, ob da jemand einen anderen bedroht hat oder umgekehrt ihm gerade Gutes hat tun wollen &#8211; das nota bene ich nun eben verhindert h\u00e4tte. Wenn ich meinen Fehler einsehen w\u00fcrde, lasse das Ganze sich aber verzeihen und quasi ungeschehen machen. Es w\u00fcrde niemand mir grollen oder weiterhin Konsequenzen fordern. Der Sprechende erschien mir immer weniger als Mensch denn regelrecht als Ausserirdischer, wie wenn er zwar in einer Menschengestalt stecken w\u00fcrde, das \u00c4ussere aber doch mit Kandinskys oder Marcs \u00d6lfarbe h\u00e4tte \u00fcbermalt werden m\u00fcssen, um halbwegs menschlich zu erscheinen. Mit einem Handschlag wird der Friedensschluss besiegelt. Ich merke, wie mit einer Nadel etwas aus seiner Hand in meine einfliesst, merke wie ich zu sterben beginne und immer mehr wie in einer Waschmaschine gedreht und gewendet werde. Ich akzeptiere die T\u00f6tung, f\u00fchle mich aber erschlagen beim Gedanken, dass ich durch diesen speziellen Tod unwiderruflich in ein neues Leben hinein geboren werde, aufwachend als willenlose Maschine unter dem Diktat jener Ausserirdischen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Traum vorgestern abends um 22 Uhr kurz nach dem Einschlafen, den ich bis gestern Abend nicht aufschreiben und bis heute um 4 Uhr der Scribble&#8217;s Disco nicht hinzuf\u00fcgen wollte, weil mich d\u00fcnkt, er zeige ein erstes Anzeichen von Schizophrenie. 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