{"id":237,"date":"2009-03-14T05:42:52","date_gmt":"2009-03-14T04:42:52","guid":{"rendered":"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=237"},"modified":"2009-03-14T05:42:52","modified_gmt":"2009-03-14T04:42:52","slug":"kuh-e-bonvin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=237","title":{"rendered":"Kuh-e Bonvin"},"content":{"rendered":"<p>Nach sechseinhalbst\u00fcndigem Schlaf langer Traum, in dem viel argumentiert und \u00dcberzeugungsarbeit gegen mich geleistet wird, von dessem Gesprochenen ich aber fast alles vergessen habe. Ich sitze in Sitten und spreche mit einer jungen Regisseurin, die zur H\u00e4lfte Ursi N. \u00e4hnelt, zur anderen M., sprachlich aber nichts Walliserisches an sich hat. Ich soll in einem Film mit P., die mir im wirklichen Leben nicht mehr begegnen soll, auf den Mont Bonvin gehen. Es g\u00e4be so viele Berge im Wallis, und es muss ausgerechnet einer sein, auf dem ich noch nicht gewesen bin &#8211; auf den zu gehen ich mir allerdings f\u00fcr 2009 halbwegs vorgenommen hatte. Ich willige unter komplizierten Bedingungen ein, die ich nicht mehr weiss. Die Szene soll sofort gedreht werden, oder wenigstens eine Probe davon. Dazu m\u00fcssen wir nach Sierre gehen (was mir jetzt unlogisch vorkommt, da ich auch von Sion her direkt mit dem Bus nach Montana Vermala fahren k\u00f6nnte). Die Regisseurin f\u00e4hrt mit dem Auto, das f\u00fcr P. so lebensentscheidend ist, f\u00fcr mich wird ein Sonderzug mit nur einem Wagen bereitgestellt, wie in der Fernsehoper im Z\u00fcrcher Bahnhof La Traviata, die ich im Internet zur H\u00e4lfte verfolgt hatte. Nachdem ich pressierend im Eisenbahnwagen eingestiegen war, f\u00e4hrt der Zug sofort ab, und ich schicke ein SMS mit der Meldung an die Regisseurin, dass die Abfahrt geklappt h\u00e4tte und ich sie in Siders erwarten w\u00fcrde. Dort sitze ich im halboffenen Buffet und \u00fcberlege, wie man sich das wohl vorstelle, wie ich mit P. auf den Kuh-e Bonvin wandern w\u00fcrde. Der Film ist \u00fcber sie, nicht \u00fcber mich, und sie ist entschieden ein zu fauler Sack, um so weit auf eigenen F\u00fcssen zu latschen. Warum sind Filme oft gegen die Wirklichkeit gezielt, ohne im mindesten eine Kritik zu entfalten? Was f\u00fcr ein Leerlauf! Ich erw\u00e4rme mich am Gedanken, ein Double von P. kennen zu lernen, da erscheint mit schwatzhaft aufgeworfenen Armen die Regisseurin um die Ecke, mit der alleine ich wegen ihrer Sch\u00f6nheit und ihrer unangreifbaren Vitalit\u00e4t gerne das Ganze durchziehen w\u00fcrde, und ich erhalte Instruktionen f\u00fcrs Weitermachen. Keine Ahnung, was mich in diesem Moment aufweckt, aber sechseinhalb Stunden Schlaf durchgehend sind auch nicht schlecht &#8211; und die Erinnerung daran, auf den Bonvin zu gehen, nicht weniger. &#8211; Erst nach der handschriftlichen Aufzeichnung beim Fr\u00fchtee wird klar, dass N., also klein p., sich zurzeit im Genfer UNO-Geb\u00e4ude mit Berner Uni-KollegInnen verlustiert, auf deren Website ich gerade heute einen Virus eingefangen hatte, der sich allerdings sofort l\u00f6schen liess; in zwei Wochen will sie im Z\u00fcrcher Fernsehmilieu vortanzen. Ein bisschen von gutem Wein t\u00e4t ihr besser, wie mir Ersch\u00fctterbaren, der nicht aufh\u00f6rt zu widerstehen, scheinen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach sechseinhalbst\u00fcndigem Schlaf langer Traum, in dem viel argumentiert und \u00dcberzeugungsarbeit gegen mich geleistet wird, von dessem Gesprochenen ich aber fast alles vergessen habe. 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