{"id":1575,"date":"2013-08-25T19:01:49","date_gmt":"2013-08-25T18:01:49","guid":{"rendered":"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=1575"},"modified":"2013-08-31T16:31:14","modified_gmt":"2013-08-31T15:31:14","slug":"musik-im-alten-wallis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=1575","title":{"rendered":"Musik im alten Wallis"},"content":{"rendered":"<p>Beim planlosen Herumspionieren in den Gem\u00e4uern des Grand St-Bernard bin ich auf einen Schatz gestossen, von dem ich nicht einmal weiss, seit wie lange und in welcher Form er der Musikwissenschaft bekannt ist. Es handelt sich um sehr alte Handschriften, die Musik schon seit dem 12. Jahrhundert aufbewahren und sehr sch\u00f6ne und umfangreiche Materialien aus dem 14. Jahrhundert und folgenden pr\u00e4sentieren. Man kann nur hoffen, dass diese Seiten mit den Handschriftenscans im Internet bestehen bleiben.<\/p>\n<p>Ich klaue ein M\u00fcsterchen aus dem 12. und eines aus dem 14. Jahrhundert, damit man sieht, wie man sich auch ohne musikalische Forschungsgier diese Text- und Musikpassagen vorzustellen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/bilder\/2013\/st-bernard-1.jpg\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/bilder\/2013\/st-bernard-2.jpg\"><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gsbernard.ch\/60\/618_01.html\">http:\/\/www.gsbernard.ch\/60\/618_01.html<\/a><\/p>\n<p>Zusatz 1: Ich habe sieben Handschriften und vier Fragmente mittels WebSpider komplett heruntergeladen, aus jedem Teil einen einzigen Ordner mit den grossen Scans gemacht und jeden Ordner zus\u00e4tzlich mit der ganzen verlinkten Seite als Zusatzbild versehen. Nun kann ich mit einem Bildviewer wie Faststone st\u00f6rungsfrei diese wunderbaren Handschriften als ganze Werke durchbl\u00e4ttern. Obwohl ich im Nebenfach Musikwissenschaft studiert hatte, bin ich nicht imstande, die oben gestellte Frage zu beantworten, ob die St\u00fccke allesamt zum g\u00e4ngigen Repertoire geh\u00f6rten oder ob es unter ihnen auch singul\u00e4re und origin\u00e4re Kompositionen geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zusatz 2: Unter den Fundst\u00fccken verdient Fragment 8 besondere Aufmerksamkeit, das \u00dcbrigbleibsel zweier Kompositionen von Guillaume Dufay (ca. 1400 bis 1474), einem Meister der Zeit wie Boulez heute. J\u00fcrg Stenzl hat im Aufsatz &#8222;Un fragment de Dufay au Grand-Saint-Bernard&#8220; in der Revue musicale de la Suisse Romande 24, Seiten 5-7 schon 1971 diese zwei Ruinen beschrieben, musikhistorisch eingeordnet und erl\u00e4utert, und er hat auch plausibel gemacht, dass sie durchaus von diesem Komponisten f\u00fcr dieses spezielle Haus hatten komponiert sein k\u00f6nnen. Wenn so der Grosse Sankt Bernhard nun musikalisch wenigstens phasenweise als kleines Zentrum der Produktion und Reproduktion dasteht, gilt dasselbe nicht f\u00fcrs Wallis tel quel &#8211; denn die Beziehungen des Hauses waren immer nach Savoyen, wo Dufay eben auch angestellt war, ausgerichtet, einem Terrain, das mit Fug als gesellschaftlicher Antipode zum alten Wallis begriffen werden muss und keineswegs als einer seiner repr\u00e4sentativen Pl\u00e4tze missdeutet werden darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim planlosen Herumspionieren in den Gem\u00e4uern des Grand St-Bernard bin ich auf einen Schatz gestossen, von dem ich nicht einmal weiss, seit wie lange und in welcher Form er der Musikwissenschaft bekannt ist. Es handelt sich um sehr alte Handschriften, die Musik schon seit dem 12. 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