{"id":1054,"date":"2011-12-08T21:30:51","date_gmt":"2011-12-08T20:30:51","guid":{"rendered":"http:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=1054"},"modified":"2011-12-10T07:22:39","modified_gmt":"2011-12-10T06:22:39","slug":"chaya-czernowin-in-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ueliraz.ch\/WordPress\/?p=1054","title":{"rendered":"Chaya Czernowin in Bern"},"content":{"rendered":"<p>Soeben auf DRS 2 Konzert vom 20.\/21. Oktober im Kultur-Casino Bern mit dem Berner Symphonieorchester, Leitung: Mario Venzago. Mit Alexander Kaganovsky, Violoncello, dem Ensemble Nikel, dem Herrenchor der Stadt Bern und Robin Adams, Sprecher.<\/p>\n<p>Chaya Czernowin: St\u00fcck mit einem Namen, den nachzufragen DRS2 zu faul war (wie die Radiostation auf Felgen auch nicht imstande ist, ein gew\u00f6hnliches, in der Reihenfolge der St\u00fccke verl\u00e4sslich informierendes Konzertprogramm zu notieren). <\/p>\n<p>Luigi Nono: Incontri. Nono in Bern? Sind bessere Zeiten im Anzug? Mich freut&#8217;s mit Incontri doppelt, da Nonos Musik sowohl in jede Programmzusammensetzung passt wie dieses fr\u00fche St\u00fcck zeigt, dass auch eine historisch \u00fcberwundene \u00c4sthetik noch Momente aufzuweisen vermag, die unmittelbar ber\u00fchren und das Denken in Schwung versetzen.<\/p>\n<p>Chaya Czernowin: \u00abZohar Iver\u00bb (Blind radiance) f\u00fcr Ensemble und Orchester. Wie das Anfangsst\u00fcck des Konzerts, von dem ich nicht wissen kann, ob es als Publikums\u00fcberraschung konzipiert worden ist (was mir unangebracht schiene) mit grossem Orchester und einer elektrischen Gitarre, die ich gerne noch mehr in Orchesterst\u00fccken h\u00f6ren w\u00fcrde, da sie \u00e4usserst diszipliniert gespielt wird (wie verwunderlich gut ihr die komponierte Selbstdisziplin nur steht&#8230;), nicht selten in spannendem, auf verschiedene Weise verschmelzendem Duo mit dem Solosaxophon, weit ab von Jazz &#038; Rock. &#8211; Wie zu lesen ist, hat Czernowin ihre fr\u00fchen Werke zur\u00fcckgezogen: hoffentlich macht sie diesen Schritt r\u00fcckg\u00e4ngig, da es f\u00fcr Aussenstehende nicht selten interessant ist, Spuren von Denkprozessen da zu verfolgen, wo die Sch\u00f6pfer meinen, sie radikal \u00fcberwunden zu haben. Die neuesten St\u00fccke gefallen mir zwar entschieden besser als die fr\u00fchen, aber ich hatte auch in diesen Erstversuchen immer den Eindruck, einem interessanten Gebilde auf der Spur zu sein.<\/p>\n<p>Joseph Tal: Symphonie Nr. 1. Das Werk wurde nur als Fragment gesendet &#8211; es w\u00e4re gef\u00e4lligst zu wiederholen, in Wiedergutmachung der unverzeihlichen Panne \u00f6ftere Male. Ich lese gerade die Autobiographie Tonspur (Tal hatte immerhin Var\u00e8se zuhause besucht und war mit ihm gut ausgekommen, kein schlechtes Zeugnis), und das St\u00fcck h\u00e4tte ich als erstes seiner Werke zu h\u00f6ren bekommen, wenn bei DRS2 eine technische Kontrolle noch zur Grundausstattung des Senders geh\u00f6ren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ernest Bloch: Schelomo. Hebr\u00e4ische Rhapsodie f\u00fcr Violoncello und Orchester. Es \u00fcberrascht immer wieder, wie unter der antiquarischen \u00c4sthetik sich in vereinzelten Formvorg\u00e4ngen interessante Impulse breitmachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Arnold Sch\u00f6nberg: A Survivor from Warsaw (Ein \u00dcberlebender aus Warschau) op. 46. Mit diesem St\u00fcck zusammen, das wie alle anderen des Konzerts sehr fesselnd und kl\u00e4rend aufgef\u00fchrt wurde, ist dem Berner Symphonieorchester m\u00f6glicherweise einer der besten Konzertabende seit langem gelungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soeben auf DRS 2 Konzert vom 20.\/21. Oktober im Kultur-Casino Bern mit dem Berner Symphonieorchester, Leitung: Mario Venzago. Mit Alexander Kaganovsky, Violoncello, dem Ensemble Nikel, dem Herrenchor der Stadt Bern und Robin Adams, Sprecher. 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