Archiv für den 'Post'-Themenbereich

Ex machina

Sonntag, 5. September 2010

Auf drei Wanderungen konnte ich im Wallis kürzlich spezielle Stallbauten fotografieren, deren Dachkonstruktionen kein Holz enthalten, auf zwei, eventuell drei Alpen im Val des Bagnes, dann im Oberwallis auf einer im Steinutal (siehe Photos 21., 22. und 29. August 2010). Was es mit ihnen auf sich hat, ist völlig unklar, die Googlesuche bis jetzt ergebnislos. Heute ein Telefonanruf eines Coucousins aus dem Graubünden, der sich nach etwas Verwandtschaftlichem erkundigte. Im weiteren Gespräch erwähne ich die Walliser Ställe und frage, ob er solche im Bündnerland kenne. Ja friili! Er kenne sie als Trulli (Einzahl Trullo) von Alberobello in Apulien, und zwei gibt es auch auf Sassal Masone beim Berninapass, mit obligatem Grappa. Sofort suchte ich danach, und nebst Bildern von Steinbauten an den genannten Orten gibt es auch einen Wikipädiaartikel unter Trullo. Allerdings bleibt eine Besonderheit bestehen: die Trulli sind runde Spitzbauten, die Walliserställe haben zwar eine gewölbte Decke, die indes einen langen Tunnel formt, dessen Wände senkrecht sind und im rechten Winkel zueinander stehen. Die eindeutige Lösung ist, was mich freut, noch nicht gefunden.

Ur II, 8

Samstag, 17. Juli 2010

Ur I gratuliert ur II zum Achten. Es hat einen neuen Rucksack gegeben.

Gondoschlucht

Montag, 31. Mai 2010

Beim Studieren der Wege und Fotomöglichkeiten zwischen Simplon, Gondo und Zwischbergen bin ich auf ein Bild gestossen, das man unbedingt aus seiner Einsamkeit retten muss. Mit diesem Link gelangt man auf eine Seite, die zuunterst eine Bildfolge enthält: http://www.hikr.org/tour/post9717.html. In dieser ist es das siebte Bild, das man ansteuern soll, oben Schnee, unten Schnee, und die grosse Mitte höllisch dunkel. Nun hat man das Bild mit dem Seehorn über der Gondoschlucht, aber noch zuwenig gross als dass es richtig wirken kann. Rechts unterhalb Zaza Pro muss man schliesslich noch auf einen Link gehen: Siehe in Originalgrösse.

Hier ist derselbe Link auf das Bild in Originalgrösse in einer unanständigen Form, weil man von da aus nicht zur Hauptseite des Autors gelangt (hikr.org ist so schlecht organisiert wie das Bild gut ist): http://f.hikr.org/files/87413.jpg.

Schade, schade, dass das Wenghorn für mich ausser Reichweite bleiben wird…

Sich Luft machen gegen Dreistes

Mittwoch, 10. März 2010

Zeit zum Wählen in Bern, wieder einmal. Einer grinst wie viele andere aus den Prospekten, die alle ähnlich als Zumutung sich einem aufdrängen. Vor dreissig Jahren fiel er auf, indem er einem universitären Institutsdirektor nach dem Mund redete, der sein Institut wie eine Militärschanze führte, die Spur jeder Gelegenheit zertretend, dass studierende Freigeister diesen Ort des Klüngelns und der Niedertracht als ihren eigenen Studierplatz wahrnehmen könnten – dem erwähnten Einen schien das als Ausnahme zu gelingen. Nach dem Wegfall des Direktors teilte sich das Institut vorübergehend, für gut drei Jahre, in eine pointiert linke Abteilung, in eine stetig ins rechte Irrationale abdriftende des alt gewordenen Assistenten Jean Zieglers und in die Altlast einer militärisch rechten, die offenbar abgepuffert werden musste. Der ewige Jungrechte liess sich, aus Gründen, die ich nie nachvollziehen konnte, erfolgreich in der linken Abteilung anstellen, wo er mit einem Grinsen, wie man’s von Grand Combins Zürcher Mengele kennt, Sprüche über die Theorien zu klopfen und mit Gesten des Wegwerfens seine wissenschaftliche Neugier an den Tag zu legen pflegte. Nach diesen drei bis fünf Jahren genoss er, was gleichwie sich verständlich zu machen nur negativ feministisch gelingen will, auch die Unterstützung der neuen Institutsdirektorin, die sich bedingungslos und ohne Tadel der Aufklärung verschrieben hatte. Nun schlägt er allen ins Gesicht, die ihm jahrelang, jahrzehntelang die Leiter zum Erfolg hinhielten, indem er dreist zum Vertreter derjenigen Partei degeneriert, die neu geschaffen wurde, um denjenigen aus den Ländern eine politische Heimat zu gewähren, die, erklärtermassen immer schon und nicht ohne Verve der Debilen auf Kriegsfuss mit dem Geist der Aufklärung, noch knapp die Kurve erwischten, um nicht weiter am äussersten Rand der Reaktion als Steigbügel kommender Faschisten hinhalten zu müssen. Auch wenn es keine Überraschung ist, ist es zum Kotzen.

Moléson heute

Sonntag, 7. März 2010

Immer wieder faszinierend!

Bartgeier auf der Gemmi

Mittwoch, 27. Januar 2010

Ich betreue die Website des Fotografen Emil Rechsteiner im Leukerbad. Heute sind ihm Aufnahmen von einem Vögelchen gelungen, das gewöhnlich Sterbliche schon zu einem Jauchzer bewegt, wenn sie es 1000 Meter hoch in den Lüften zu sehen bekommen. Es ist der von Adorno lebenslang in Ehren gehaltene Lämmergeier, der unerbittlich über seine Texte zu wachen verstand. (Die äusserst konzentrierte Arbeit der Schlusskorrektur der Texte nannten Adorno und seine Frau “Lämmergeiern”.)

http://www.rhone.ch/heimatkunst/rechsteiner/fotos-11.htm

(Die Wasseramsel zu Beginn der Seite ist im übrigen auch nicht ohne Leichtigkeit zu fotografieren.)

Brutalo Videos einstens

Sonntag, 27. Dezember 2009

„Die Mutter ging in die Messe, und während der Messe ließ sie die Kinder daheim; es waren drei Kinder, drei oder vier, das weiß ich nun nicht mehr genau. Und der Mutter, der wurde so schlecht, daß sie es einfach nicht mehr in der Kirche aushalten konnte. Sie stand auf und ging nach Hause. Da findet sie eines ihrer Kinder findet sie vor mit einem Kessel in der Hand, einem Messer in der Hand und … eines hatten sie auf der Bank, zwei hielten dieses Kind fest, und das dritte Kind, das wollte es schlachten … Und sagte zu den andern, ja, sie sollten es dann festhalten, sie pflegten nämlich zu zappeln. Und richtig, es selber, es hat, es wollte … und die Mutter kommt gerade herein und sagt – der Kessel war untergestellt, und das Messer hatte es schon erhoben -, und die Mutter kommt gerade herein und ruft: Ja, was machst du, was machst du?! Und es sagte zu den andern: Wenn ich dann steche, dann schreist du wie die Ziege, plärrst dann: Mä-ä-ä-ä-ä! Und ihr beide, haltet dann fest, ja? daß es nicht zappeln kann! Daraufhin sagten sie, man sollte die Kinder nicht zusehen lassen, wenn man schlachtet.“

T Müatar escht z Masch ggang-ga, un undar dar Masch hèt-sch kChenn tahemna gglaa, un sen trij Chenn ggsin, drij odar viari, ech weiss nüw nemma rechtig. Un tar Müatar, dèru escht asoo schlacht chu, schia hèd einfach nemma cheni en kChelchu sin. Dia hèt-schi üffggead und escht hein-ggäng-ga. Trefft eina, eru as Chenn, trefft-sch a medama Chèssalti en ‘Hann, a Schnetzar en ‘Hann un hèt … eis heind-sch ufum Baach drüff ggha, zwei hein tas Chenn ggha, un ts drett Chenn, tas hèt wèlla teata, a ? Un hèt-na ggseit, ja, schi seli ’s dè fescht ha, schi tia de öuw zablu. Un rechtig, aas, äs hèt düa, äs het düa wèlla … Un t Müatar chunn ggrad e un seit – ts Chèssalti escht undar ggsin, un tar Schnetzar hèt ’s scho gglufta ggha –, un t Müatar chunnd e un seit: Ja was tüascht, was tüascht?! Un het-na ggseit: Wènn-d-i de schtacha, su tüascht de wi gGeiss, tüascht dè blearu: Mè-è-è-è-è! Und iar bèdi, heit dè fèscht, a? dass ’s net cheni zablu! Un tarnaa, üissar dèmu, heint-sch düa ggseit, mu sellti kChenn net la züalüaga, wènn-mu teatat.

Emily Gerstner-Hirzel, Aus der Volksüberlieferung von Bosco Gurin, Basel 1979, Seite 88

Ein paar Beneidenswerte

Samstag, 26. Dezember 2009

Da sollte man gerade sein:

http://www.camscollection.ch/index1.php…

Wenn ich einmal König bin

Samstag, 7. November 2009

Wenn ich einmal König bin, muss jede Fernseh- und Radiosendung vor ihrem Start die Meldung ausgeben: Stellen Sie Ihr Gerät so ein, dass kein Ton ausserhalb Ihrer eigenen Wände gehört werden muss! Dann werde ich glücklich sein, gleichzeitig von den Untertanen, den heutigen “Menschen”, aber so verhasst, dass ich bald wieder zum Bettler werde.

Erstes Winteropfer

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Der Winter hat sein erstes Opfer gefordert. Wo das Bietschhorn war, atmet nur noch leere Luft.

So sieht man es normalerweise:
http://steinbock77.ch/webcam_8/bilder/livebild_vga.jpg

Zusatz 15.00 Uhr: Am Nachmittag sieht es fürs Bietschhorn nicht viel besser aus: