Archiv für den 'Tiere'-Themenbereich

Gletscherschlange

Dienstag, 18. Mai 2010

Endlich bin ich nicht mehr der einzige, der von Gletscherschlangen spricht: Brunelli hat eine erwischt – und natürlich in einem Ensemble von Bildern, die von gewöhnlich Sterblichen längst nicht mehr erreicht werden können:

http://vipere-passion.over-blog.fr/article-balade-a-travers-le-valais-50654198.html

Fertig Winterschlaf!

Sonntag, 28. Februar 2010

Brunelli ist schon wieder aus den Federn:

http://vipere-passion.over-blog.fr/article-le-premier-serpent-de-l-annee-2010-45780963.html

Recht auf Einsicht – in die Natur

Dienstag, 7. Juli 2009

Derrida hat die Natur nie zum Thema gemacht, weil sie für ihn immer schon nur Sexualität war, die bekanntermassen auf dem Land gleichwie in der Stadt ihr Wesen treibt. Das Auslassen der äusseren Natur macht es einer Theorie aber unmöglich, zur Gesellschaft füglich Stellung zu nehmen und in ihr anzukommen.

Trotzdem hat mich der Buchtitel Recht auf Einsicht immer gefesselt, nicht zuletzt deswegen, weil er das Mühselige in der Domäne der Disziplinen ins Angenehme wendet, und er kommt mir auch in Situationen in den Sinn, wo nicht von Philosophie die Rede ist. Obwohl ich niemals vorhatte, Vögeln auch nach dem Winter Futter anzubieten, zwingt mich eine Meisenfamilie, für sie wenigstens abends ein paar Pinienkerne aufs Fenstersims zu legen. Ich möchte den Zwang, mit dem die Vögel das erreichen, nicht in aller Breite schildern – aber es sind mitunter einige Schisse, die von Oberflächen in der Küche, die sommers offene Fensterflügel darbietet, weggewischt werden müssen; es braucht nicht mehr viel, und sie würden aus der Hand fressen. Beim Nachsinnen darüber ist mir aufgefallen, dass es doch viele Menschen auf dem Land geben muss, HirtInnen zuvorderst wie auch Gewöhnliche, die an Stellen & Plätzen wiederkehren, wo es die grossen wilden Tiere tun. Was muss es für ein tief wirkendes Erlebnis sein, wenn ein Tier nach langen zögerlichen Wiederholungen des nur beinahe Beieinanderseins sich endlich dazu “entschliesst”, bei dieser Person in ungeahnter Nähe eine gewisse Zeitlang still zu sitzen? Keine Vermittlung geschieht, kein Austausch und kein Sprechen. Und dennoch ist es für den Menschen, dem das geschieht, die höchste Einsichtnahme in die Natur, die uns möglich scheint, das Weiteste, das wir existentiell zu denken vermögen. Nicht im geringsten entsteht daraus Erkenntnis oder Wissen, und dennoch wird ein Erlebnis erfahren, das uns ein Recht auf Einsicht kenntlich macht.

Die lange Zeit der Frühpubertät ritt ich auf einem Tiger durch die wilden Wälder, zusammen mit der schönsten Kindfrau Indiens. Die einzige Variation bestand in der Frage, ob sie auf einem eigenen Tiger reitet, ob die Tiere wechselweise als Männchen und Weibchen uns tragen und was passiert, wenn sie Junge haben. Der Antrieb jener unendlichen Geschichten bestand einzig in der Unmöglichkeit, mich entschliessen zu können, was als erstes geregelt sein müsse, die Beziehung zur Natur – zum Tier – oder zum Menschen, zum Mädchen. Obwohl die Phantasie nur spielt und keine Rechte erteilt, tönt sie an, wo sie zu suchen wären. Von den aufscheinenden Plätzen wäre die Sexualität nur ein Teil.

Tiere höherer Ordnung

Dienstag, 10. Juni 2008

Gestern auf einen langen und langweiligen Weg abgegleitet, endlos, latschend fast in Schlaf geraten, links nie etwas zu sehen, rechts gar nichts, wo am Rand des dunklen Dschungelwaldes der See hätte gewesen sein müssen. Ein Fuchs vor mir, wie ein Schakal schlank und elegant auf hohen Beinen, ins Denken versunken, nicht aus den Gebüschen gehuscht, sondern von einem Seitenweg links hereinbiegend. Kein Zucken in ihm, nein, betreten tritt er zurück, denn selber ernsthaft in Gedanken versunken soll das Wesen niederer Art nicht durch ihn in seinen tollpatschigen Denkversuchen gestört werden. Er hat nur Rücksicht genommen. Noch nie war mir ein so vornehmer Fuchs begegnet. Sein ernstes Bewusstsein hat mich aufgeweckt und weiter bis nach Estavayer-le-Lac beschäftigt.

Viper im Oktober

Samstag, 6. Oktober 2007

Nenein, ich selbst habe noch nie eine Viper so spät im Jahr gesehen. Aber auf der Braendji-Site von Volkher Teuffel gibt es eine, erst gestern fotografiert: Viper bei Getwing.

Himbeeren mit

Dienstag, 10. Juli 2007

So gute Himbeeren hatte ich schon lange nicht mehr, aber teilen tät ich doch lieber mit einer Anderen.

Tierdenken

Freitag, 1. September 2006

Manchmal schauen die Tiere zugleich bedächtig und vorwurfsvoll über den Zaun, als ob sie sagen wollten: Was machst du noch bei denen drüben?

Koloskopie

Montag, 7. August 2006

Das kleine Wespenmonster im Haus -
und Glück herrscht bei der Darmentleerung.

Soll aber sein, zum Teufel, eine – Grabwespe.

Für die Vögel

Montag, 7. August 2006

Als in der frühen Gymnasiumszeit für eine fragwürdige Biologieprüfung 100 Vögel auswendig gelernt werden mussten, schenkte dem Vogelignoranten die Vögel lobpreisende Grossmutter einen teuren Fotoband. Etwas mehr als dreissig Jahre später erscheint jener Unflat, der doch nur die Bildhintergrunde der Dias des beschränkten Lehrers dank eifriger Notizen auswendig lernte, in einem dem ersten Buch nur wenig nachstehenden als Bildliferant. Schrift und Sprache sind einzig Griechisch. Jetzt verlangt die paranoische Eitelkeit nach chinesischen russischen, japanischen usw.


Naturhistorisches Museum Kreta


Kernbeisser Originalbilder

Morgenstimmung

Freitag, 12. Mai 2006

Vogelstimmen
(wav direkt aus der Kamera, extrahiert mit Bink & Smacker, 0.9 MB)


(flash 0.2 MB)


(mp3, komprimiert mit Zubehör/Unterhaltungsmedien/Audiorecorder auf höchste Qualität aber mono, 0.23 MB)

Der Qualitätsabfall durch Komprimieren auf mp3 erscheint sehr stark.