Archiv für den 'Vermischtes'-Themenbereich

Zu aufmerksam, um richtig zu belichten

Samstag, 5. Juni 2010

Heute ist mir beim Mattmark Staudamm, wo ich nach der Hinfahrt als einziger Passagier in der ersten Kutsche der Saison die drei fotografisch verlorenen Alpen Schwarzbergalp, Distelalp und Eienalp wiedereinsammelte, einer dieser gefürchteten Fehler passiert, die dadurch entstehen, dass ohne Unterlass ihre Eventualität abgewehrt wird, indem man sich ständig fragt, ob man alles richtig tut – und dann da, wo man meint, eine Reihenfolge genau so durchführen zu müssen, wie man sie sich die ganze Zeit im Kopf zurechtlegt, die umgekehrte gewählt haben wird, den ganzen Tag lang, jedesmal in gleicher Weise mit zusammengebissenen Zähnen bewusst. Die E-620 hat die Besonderheit, dass man bei der festbleibenden Einstellung der Belichtung für die Panoramafotografie zuerst die Schärfe festlegen muss (durch Autofokus und Drücken der Fn-Taste, die in den manuellen Fokus wechselt) und erst dann die Belichtungszeit mit der AE-Taste für die folgenden Bilder speichert (Blende ist sowieso vorgewählt, weil die verschiedenen Brennweiten je bestimmte Abblendungen verlangen); macht man es umgekehrt, wird nach dem Drücken der Fn-Taste zur Arretierung des Fokus die Belichtungsspeicherung rückgängig gemacht. Heute kam es nie zu einer Belichtungsspeicherung, weil ich meinte, nur bei dieser Kamera müsse man diese AE-Speicherung zuerst durchführen, dann den Fokus fixieren. Autostitch ist aber ein so freundliches Panoramaprogramm, dass es bei solcherart idiotisch präsentiertem Panoramamaterial eine Funktion wählen lässt, die auch solche problematischen Belichtungsübergänge konsumierbar macht. Als Folge sind die Panoramas etwas heller als sonst und haben an einigen Stellen im Himmel – aber eben nicht an sehr vielen – unschöne Übergänge. Ich werde mich nächstes Mal etwas weniger rigide kontrollieren.

Flur- und Ortsnamen der Schweiz

Freitag, 7. Mai 2010

http://map.wanderland.ch/
ist eine gute Website, um sämtliche Flur- und Ortsnamen der Schweiz inklusive der Gewässer, Berge und Wälder, sofern sie nur auf den 50′000er und den 25′000er Karten eingezeichnet und ausgeschrieben sind, mittels Suchmaske ausfindig zu machen.

Für eine Hosensackkarte, die man nur für schwierig zu memorierende Passagen und Abzweigungen benötigt, ist diese Website http://ivs-gis.admin.ch/index.php?reset_session nach wie vor besser, weil sie trotz des langsamen Servers und der umständlichen Bedienung zwar auch ein nur gleich grosses Bild zum Druck freigibt, das sich aber besser aufhellen und gleichzeitig in deutlich grösserer Schärfe drucken lässt.

Da die Namen in der Landschaft orthografisch bekanntlich nie allgemein kodifiziert und also in den einzelnen Gemeinden von den verschiedenen BürgerInnen bis in gegenwärtige Zeiten verschieden geschrieben wurden, träumt man immer noch von einem Online-Archiv mit den Schweizer Landeskarten 50′000 und 25′000 in ihren verschiedenen Auflagen, in denen die Namen anders als heute festgelegt geschrieben wurden. Möglicherweise entstanden früher Fehler durch unverlässliche Gewährsleute – vielleicht aber wurde früher auch dem im engen Sinn lokalen Dialekt Rechnung getragen. (Ich habe einige Römerkarten geerbt, aber die Löcher in ihnen und die Lücken zwischen ihnen sind doch noch grösser als sie selbst.)

Frühlingsamsel

Freitag, 19. Februar 2010

Erste Amsel im Jahr, die noch in der Nacht vor der Dämmerung um 6.20 Uhr ernsthaft zu singen beginnt und dies ohne zu unterbrechen bis in den hellen Tag durchziehen wird. Immerhin ein kleines Freudelchen, jetzt.

Gletscher

Freitag, 12. Februar 2010

Das Wallis immer mehr als Gletscher, unterm Bietschhorn schon fast wie beim Konkordiaplatz:

http://steinbock77.ch

Gemmi

Freitag, 12. Februar 2010

Das Wallis heute wieder mal unterm Nebelmeer, mit Mischabel, Weisshorn, Matterhorn, Dent Blanche:

www.gemmi.ch – kein Bartgeierfotograf in Sicht…

Eismeer

Sonntag, 7. Februar 2010

Das Wallis heute nicht unterm Nebel- sondern Eismeer, mit Bietschhorn und Aletschhorn:

Winterblitz

Dienstag, 8. Dezember 2009

Nach einem Tag schwachen und einer Nacht ziemlich starken und durchgehenden Regens von Westen her blitzt und donnert es in Bümpliz um 4.35 Uhr. Was für besondere Luftmassen sich in der gleichmässig kompakten Wolkendecke gebildet haben mögen? Die Temperaturen eine halbe Stunde davor waren um 7 Grad.

Umgefallenes Japan-Cliché

Montag, 7. September 2009

Gestern auf dem Oberrothorn bei Zermatt war ich von unten bis oben von einer japanischen Wandergruppe begleitet. Oben erklärte ihr Guide sämtliche Gipfel, Zwischengrate und Untergipfel ohne Fehl und Tadel – ausser dass er in allen Namen, die ein L enthalten, dieses als R aussprach. Ich traute meinen Ohren nicht, aber im kultivierten Japan scheint man die Dent Blanche “Dent Branche” zu nennen, das Balmhorn “Barmhorn” (die Barrhörner sieht man nicht), die Schultern “Epaurs”, das Schalihorn “Scharihorn”, das Obergabelhorn “Obergaborhorn” und das Zinalrothorn “Cinarrothorn” (er liebte es, die Ortsnamen im Val d’Anniviers aufzuzählen, und “Cinar” scheint ihm besonders gut zu gefallen – wahrscheinlich sprach er vom uralten Weg von Zermatt übers Triftjoch nach Zinal, dessen östliche Seite man vom Oberrothorn sehr leicht einsehen kann).

Ich stelle mir vor, dass der Guide ein überaus gutes Gedächtnis besitzt und nur noch selten die Karten zur Absicherung heranzieht. Unweigerlich gerät er so in eine Art vorauseilenden Gehorsam in aesteticis: was er im japanischen Gedächtnis vorfindet, die Namen mit L, interpretiert er selbstkritisch als kulturelle Verfälschung und deutet sie nachträglich als R.

ur I gratuliert ur II

Freitag, 17. Juli 2009

Viel Glück zum siebten Geburtstag, und immer wieder die grössten Dankeswünsche an Ralph Hertel und sein Team mit Uli Seidl am Inselspital Bern 2002.

Schwieriges Einschlafen

Donnerstag, 16. Juli 2009

Vor sieben Jahren mulmigste Gefühlszustände beim Zubettegehen.